EBI 20 Jahre

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EBI setzt sich auch in Zukunft für Langzeitarbeitslose ein

Die Esslinger-Beschäftigungs-Initiative (EBI) setzt sich seit über 20 Jahren für hilfebedürftige, langzeitarbeitslose Menschen ein. Die Wurzeln der EBI liegen in der offenen evangelischen Jugendarbeit. 1957 gründeten engagierte Christen in Esslingen einen freien Jugendring. Daraus entstand 1963 der „Verein zur Hilfe straffällig gewordener Jugendlicher“, der 1974 in „Verein Jugendhilfe“ umbenannt wurde. Vor 22 Jahren entstand dann das gemeinnützige Sozialunternehmen Esslinger-Beschäftigungs-Initiative. Aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte mit fast allen Arbeitsbereichen zum 1. 9.2016 ein Betriebsübergang zum diakonischen Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH.

Die Arbeitsmarktreformen des Bundes mit massiven Kürzungen und rechtlichen Einschränkungen stellen alle Arbeitshilfeträger in Deutschland – und damit auch die EBI – vor große Herausforderungen. Bundesweit sind seit der Instrumentenreform über 40 Prozent der in der Arbeitshilfe tätigen Unternehmen vom Markt oder in die Insolvenz gegangen oder sie haben sich in größeren Einrichtungen aufgelöst. Die EBI hat ihre Arbeit an die jeweiligen Herausforderungen angepasst und konnte dadurch erhalten werden. Heute bietet die EBI 170 benachteiligten und arbeitslosen Menschen eine neue Chance. Das Fundament der Arbeit bildet der christliche Glaube und damit die Überzeugung: jeder Mensch hat das Recht, seinen Lebensunterhalt soweit wie möglich selbst zu verdienen und seine Fähigkeiten in der Arbeit zu entfalten.

Neben der Beschäftigung im gewerblichen Bereich und in Gemeinwohlprojekten (zum Beispiel Radstation, Elektrorecycling, Forst) bietet EBI auch Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten wie beispielsweise eine Teilzeitausbildung für alleinerziehende Frauen. Der Sozialdienst, die Kontakt- und Vermittlungsstelle oder die Schuldnerberatung unterstützen die Betroffenen dabei, wieder Stabilität und eine Perspektive zu bekommen.

Die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen ist seit der Hartz IV-Reform im Jahr 2005 trotz guter Konjunktur bis heute weitestgehend gleich geblieben. Gleichzeitig haben sich durch die Kürzungen des Bundes in dieser Zeit die Unterstützungsangebote halbiert. Heute wird nur noch jeder zehnte Langzeitarbeitslose gefördert und viele Arbeitslose erscheinen statistisch nicht als arbeitslos, weil sie nur noch in der Unterbeschäftigung erfasst sind. Auch viele Langzeitarbeitslose werden durch „schädliche Unterbrechungen“(wie z.B. Teilnahme an Maßnahmen oder Erkrankungen über 6 Wochen) immer wieder zum „frisch“ Arbeitslosen. Aber es ist erfreulich, dass mittlerweile auf allen föderalen Ebenen in der Politik wahrgenommen wird, dass die Langzeitarbeitslosigkeit sich verfestigt und aktuell neue Lösungsansätze gefordert und diskutiert werden.

Damit einhergehend wird gefordert, die öffentlich geförderte Beschäftigung auszubauen und die Rahmenbedingungen dafür zu vereinfachen. Auch die Agentur für Arbeit sowie der Städte- und Landkreistag unterstützen diese Anliegen, die auch die Anliegen der EBI sind. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen für langzeitarbeitslose Menschen wird sich die EBI auch in Zukunft mit aller Kraft für hilfebedürftige langzeitarbeitslose Menschen am Rande der Gesellschaft einsetzen. Es ist wichtig, dass sie über Arbeit am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilnehmen können. Den Menschen, die nicht am wirtschaftlichen Erfolg in der Region teilhaben, müsse geholfen werden. Das Land Baden-Württemberg hat auch in dieser Legislaturperiode wieder Mittel für die Förderung der Menschen bei EBI zur Verfügung gestellt und das erfolgreiche Projekt Passiv-Aktiv-Tausch fortgeführt

 

 

 

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